Kulturvermittler-März 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Ganz Österreich wird von dem Corona-Virus gelähmt… Die Gesundheitskrise trifft gerade Kulturvermittler*innen aufgrund prekärer Arbeitsbedingungen besonders hart: Viele Kollegen*innen befinden sich derzeit in massiv existenzbedrohenden Arbeitsverhältnissen.
 
In diesem Newsetter informieren wir euch, welche Maßnahmen der Österreichische Verband der KulturvermittlerInnen in den letzten Monaten zum Thema „Fair Pay“ gesetzt hat und welche Strategie er zurzeit verfolgt. Unser Ziel ist es, die Krise als Chance, als Motor für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Kulturvermittlung zu nutzen!

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Publikationen über die Rahmenbedingungen in der Kulturvermittlung

Vgl. Monika Holzer-Kernbichler, „Fair oder prekär? Beschäftigungsverhältnisse von Kulturvermittlerinnen“, in http://museologien.blogspot.com/ [Zugriff: 2.3.2020].

Vgl. Sandra Malez „Vom Werden eines Berufes. Ein Berufsbild für Kulturvermittler/innen“, in neues museum, MUSEUM WORKERS. EIN BERUFSBILD IM WANDEL, 20/1-2, März 2020.

Vgl.Pressemitteilung des Museumsbundes vom 12. März 2020 : „Krise als Chance für geklärte Arbeitsverhältnisse“ hinaus.

Runder Tisch mit Vertreterinnen und Vertretern des Kunst- und Kulturbereichs

Am 13. März fand ein „Runder Tisch“ mit Staatssekretärin Ulrike Lunacek und Vizekanzler Werner Kogler in Wien statt. Der Österreichische Verband der KulturvermittlerInnen wurde zu diesem Treffen eingeladen und hat über die prekären Arbeitsbedingungen im Fachbereich Kulturvermittlung informiert. Wir haben darauf hingewiesen, dass diese Krise auch eine Frage der Haltung ist und dass große Institutionen nicht den wirtschaftlichen Druck auf die Mitarbeiter*innen-Ebene abwälzen dürfen.

Der Verband hat zudem einen Vorschlag für notwendige Akut-Maßnahmen eingebracht: Entgelt-Fortzahlung auf Basis einer Jahresdurchschnitts-Berechnung für alle Kulturvermittler*innen.

Hervorgehoben haben wir außerdem, dass es um den Einstieg in einen Prozess zur Veränderung der Museen geht, um die strukturellen Probleme zu lösen. Es sollen weitere Gespräche folgen.

Arbeitstreffen: „EIN Kollektivvertrag für die Kulturvermittlung?! KulturvermittlerInnen am Wort!“

Unter diesem Motto fanden seit September 2019 bis Februar 2020 monatliche Arbeitstreffen mit Vertreter*innen der Kulturvermittlung aus den Bundesmuseen statt. In diesen Treffen wurde ein „Status Quo“ der Kulturvermittlung erhoben: Die Erhebung ergab ein Bild von prekären und teilweise desaströsen Rahmenbedingungen für die Kulturvermittlung an den Bundesmuseen.

Mönchsberg Auditorium am 29.2.2020, 15 Uhr

Seit längerer Zeit diskutiert der Internationale Museumsrat (International Council of Museums, ICOM) eine Neudefinition des Museumsbegriffs. Auf der ICOM Generalkonferenz in Kyoto im September 2019 konnte man sich aber vorerst nicht auf einen neuen Vorschlag einigen. Die Globalisierung, die Entwicklung neuer Technologien und die steigende Zahl von privaten Museumsgründungen stellen wesentliche Herausforderungen für die Institution Museum dar: Was sind die Ideen und Visionen für das Museum der Zukunft? Was für ein Ort wird das Museum der Zukunft sein? Kann und soll das Museum nachhaltig, divers und inklusiv werden? Ist das Museum für kritischen Dialog zuständig? Welche Aufgaben hat das Museum künftig in der Gesellschaft?

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CALL for INPUTS

Für das Format: Share & Care
Einreichfrist: 15. Februar 2020

Unter dem Motto „Share & Care“ werden vergangene oder aktuelle Projekte aus den Bereichen der Kulturvermittlung und kulturellen Bildung präsentiert und offene Fragen neuer Projekte diskutiert.

„Share & Care“ 2020 fokussiert Themenbereiche, die an das Jahresthema 2020 anschließen: „IMPACT! Nachhaltigkeit und Kulturvermittlung„.

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Stellenausschreibung Jüdische Museum Hohenems

Das JMH in Vorarlberg sucht per 01. April 2020 eine/n
KulturvermittlerIn (Teilzeit 50%)
Das Jüdische Museum Hohenems in Vorarlberg ist ein regionales Museum mit internationalem Publikum. Es erinnert an die Geschichte einer exemplarischen jüdischen Gemeinde zwischen Österreich und der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein und thematisiert in seinen Ausstellungen Fragen jüdischer Gegenwart in der Diaspora und des Zusammenlebens in Europa.

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